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Mobil ins Netz: Wie Smartphones und Flatrates die Internetnutzung verändert haben








 
Mal eben eine Nachricht bei Twitter absetzen oder die Freunde bei Facebook unterwegs über die Pläne für den Abend aufklären - dass das Internet mobil genutzt wird, ist längst kein Phänomen der Geschäftswelt mehr und bei der breiten Masse angekommen. Aktuellen Zahlen zufolge geht mittlerweile jeder vierte deutsche Handynutzer mit seinem Mobiltelefon ins Netz. UMTS und Flatrate sind Zauberwörter, die es möglich machen.

Dass das mobile Internet mittlerweile einen derart hohen Stellenwert hat, ist vor allem auf zwei Komponenten zurückzuführen: Die Verbreitung von Smartphones und Handys mit besonders großen Displays und dem deutschlandweit vorangetriebenen Ausbau der UMTS-Netze. Die neue Hardware macht es möglich, unterwegs komfortabel zu browsen, während das Funknetz überhaupt erst dafür sorgt, dass das Internet mobil mit ausreichend Geschwindigkeit genutzt werden kann.

Anfang des Jahrtausends konnte davon noch keine Rede sein. Die Geschwindigkeit von Internetverbindungen über den damals üblichen GPRS-Standard lag auf dem Niveau längst veralteter 56K-Modems. Internetinhalte, die ansonsten über deutlich schnellere DSL-Leitungen übertragen wurden, ließen sich deshalb auf Handys kaum nutzen, zumal HTML-fähige Browser auf den wenigsten Mobiltelefonen zu finden waren. Erst durch die Einführung von UMTS konnte eine ausreichende Bandbreite bereitgestellt werden. Der anfangs schleppende Ausbau wurde durch das Aufkommen moderner Touchscreen-Smartphones beschleunigt, da die Geräte von Grund auf für die Nutzung des mobilen Internets konzipiert waren.

Diese Entwicklung hinterließ ihre Spuren auch im Internet selbst. Die wachsende Zahl an Zugriffen durch Smartphones und andere internetfähige Handys veranlasste Webseitenbetreiber, ihr Angebot auf die neuen Endgeräte anzupassen. Beliebte Seiten wie Facebook, Twitter und Youtube sind längst in einer mobilen Variante abrufbar. Für Blogs und Foren wurden spezielle Themes entwickelt und große Online-Magazine verbreiten ihre Inhalte handyfreundlich über Apps.

Diese Entwicklung hat aber durchaus ihren Preis. Die Kosten für mit dem Mobiltelefon generierten Traffic liegen weit über denen herkömmlicher DSL-Anschlüsse. Selbst in günstigen Tarifen, die das versurfte Megabyte mit 24 Cent abrechnen, kann das Abspielen eines einzigen Youtube-Videos mit zweistelligen Eurobeträgen zu Buche schlagen. Webseiten sind in den letzten Jahren größer geworden, zahlreiche Bilder und automatische Aktualisierungen von Statusmeldungen und E-Mails tun ihr übriges. Den Ausweg bieten Handy Flatrates, die mittlerweile für unter zehn Euro pro Monat angeboten werden. Ohne ein solches Pauschalpaket wird das mobile Surfvergnügen schnell zur Kostenfalle.


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